Die Beziehungen zu Russland

Der Vorsitzende des INGO Diplomaten International Dr. Günther Meinel kann leider die Einladung der russischen Botschaft zur Konferenz „Image Russlands – Mythen und Realität“ am 10. September 2014 in Generalkonsulat der Russischen Föderation in Bonn nicht annehmen, da er gerade zu dieser Zeit in New York vor den Vereinten Nationen in einer Podiumsdiskussion sprechen wird.
 
Dabei wird es auch um die Beziehungen zu Russland gehen. Es kann nicht sein, dass wir anstelle einer Philosophie des Friedens zu Russland einen unheilbaren Graben schaffen. Europa braucht Russland ökonomisch und strategisch. Die Verantwortungslosigkeit der heutigen Europäischen Außenpolitik werden die künftigen Generationen zu Recht unseren „Politikern“ vorhalten. Es gehört sehr viel Mut dazu, gegen die Sanktionen Partei zu ergreifen. Doch es geschieht  aus Verantwortung für Europa und für die kommenden Generationen. Weltpolitische historische Fehler dürfen wir nicht zulassen, gerade auch aus Verantwortung aufgrund der deutschen Geschichte. Deutschland hat 20 Millionen Russen ermordet. Das ist eine schwere Schuld. Russland hat den Deutschen die Hand gereicht und vergeben. Das wird Deutschland nie vergessen.  
 
Bei unserem Auftritt vor den Vereinten Nationen geht  es um eine Schadensbegrenzung zwischen Europa und Russland. Kluge Wissenschaftler haben gelehrt, dass eine Situation auch vom Ende her betrachtet werden muss. Und hier werden die bizarren Sanktionen, vor denen wir immer wieder gewarnt haben, verheerende Folgen für Europa haben. Russland erhält dadurch einen Innovationsschub und wird nicht nur in der Weltraumforschung führend sein, sondern auch in den künftigen Technologien. Wenn es zu einem Bruch mit Europa kommt, wird Russland mit China und dem asiatischen Raum die führende bestimmende Weltmacht der Zukunft sein.  
 
Russland nützen die Sanktionen für eine raschere dynamische Entwicklung. Wie so oft haben hier wieder die USA eine Fehleinschätzung der Lage und der Strategie getroffen. Wenn die USA, die nicht besonders Europa freundlich sind, Europa erneut schädigen wollten, so ist das gelungen. Frau Viktoria Nuland (Chefdiplomatin der USA) , die uns im Zyperneinsatz unterstützt hat, erklärte jedoch kürzlich, dass die USA - wir zitieren lediglich - für das „Scheiß Europa“ und seiner Destabilisierung viel Geld bezahlt haben. 

Schon jetzt prognostizieren wir in Europa 2.8 Millionen Arbeitslose in Polen, wo die Bauern bereits demonstrieren,  in Deutschland und anderen europäischen Staaten. Satirisch fragen wir uns, warum Europa den Wahlsieg und den weiteren Imagevorteil für den Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin organisiert und seine Popularität in Russland wesentlich erhöht. Die Russen sind ein stolzes Volk! Nur so konnten sie den Faschismus bezwingen, Russland einigen und stärken. Die Geschichte wird es beweisen, dass auch hier die Logiker und Strategen kein Gehör fanden.    

Künftige Generationen werden fragen: Warum habt ihr diese Entwicklung zugelassen? Diese Frage wurde schon einmal der deutschen Generation gestellt. 

Der Präsident Putin wird nun so stark wie noch nie! Wir Demokraten haben die singuläre Pflicht, den Sanktionen nicht zuzustimmen. Hier entsteht aus Verantwortung für den Frieden ein „rechtspolitischer Notstand“.
 
Wie kann man der Ukraine helfen?  Hier sollte man unsere Apelle aus dem Jahre 2000 nachlesen und unsere Aktivitäten zur „fehlgeschlagenen“ Orangen Revolution betrachten, eine Revolution, die alle Chancen hatte, die Ukraine endlich demokratisch und korruptionsfrei zu entwickeln.
 
Unsere kostenlosen Lieferungen für die Krankenhäuser in die Ukraine wurden durch die Oligarchen teuer verkauft. Als die Oligarchen die Ostukraine weiter ausgegrenzt haben – es waren im Übrigen auch die, die heute sogar Regierungsverantwortung inne haben – und die korrupte international zweifelhafte und missliebige Frau Timoschenko sogar alle Russen erschießen wollte, war Europa als Mittler zur Versöhnung aufgerufen. Europa hat stattdessen zugelassen, dass heute ein erbitterter Kampf zwischen den Oligarchen Achmetow und Kolomojski tobt. Beide bezahlen Söldner und Waffen, die aus Russland und aus den USA über Polen geliefert werden und  Menschenleben vernichten. Sie können nur durch ein neutrales, untadliges Land gestoppt werden.
 
Europa hat sich leider auch diskreditiert als die „Freiheit“ von Frau Timoschenko im Tausch gegen die Assoziierung zur Europäischen Union gefordert wurde. Wir haben uns für diese Europa – Politiker, die diese These vertreten haben,  geschämt. Sie hat als korrupte Ministerpräsidentin und Milliardärin das Gesundheitswesen der Ukraine ruiniert und musste nun wegen einer Erkrankung in Deutschland behandelt werden. Dafür haben sich EU Politiker „eingesetzt“. Als wir Ihre korrupte Politik (Geldkoffer für die Regierung)  nachgewiesen haben, mussten wir einen Racheakt aushalten.  

Natürlich haben wir auch sehr gute Europapolitiker, die uns vertreten und in Brüssel ansässig sind. Mit diesen verantwortungsbewussten Persönlichkeiten arbeiten wir eng zusammen. Bei der künftigen Kommission ist deshalb eine hohe Sensibilität bei der Auswahl der weiteren Persönlichkeiten gefragt.  Wir brauchen eine neue Qualität in der EU.
 
Natürlich beziehen wir unsere Information nicht aus den beiderseitigen propagandistischen Medien, sondern von unseren Zeitzeugen und Mitgliedern vor Ort.
 
Wir wollen ein wirtschaftlich starkes und respektables Europa, ein starkes Russland und eine korruptionsfreie demokratische Ukraine, die auch die Vorfälle auf dem Majdan endlich ehrlich aufklärt, so wie es auch unser Außenminister Frank Walter Steinmeier gefordert hat.  
 
Es sei abschließend erwähnt, dass wir als Diplomaten des Friedens nur dem Völkerrecht und den Prinzipien der Vereinten Nationen dienen und diesen verpflichtet sind.  


Konferenz „Image Russlands – Mythen und Realität“ in Bonn
United Nations High Level Forum on The Culture of Peace